Im Verlauf der dänischen EU-Ratspräsidentschaft 2002 stimmten die EU-Mitgliedstaaten der Erweiterung der EU um zehn neue Mitgliedstaaten zu, hauptsächlich aus Mittel- und Osteuropa. Dies stellte die bis dahin größte Erweiterung in der Geschichte der EU dar. Dabei geht diese Erweiterung auf den Zusammenbruch des Kommunismus und den Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 zurück, die es ermöglicht haben, die europäischen Länder in der EU zu vereinen.
2007 erlangten mit Rumänien und Bulgarien zwei weitere Länder die EU-Mitgliedschaft. Somit gibt es heute 27 EU-Mitgliedstaaten und Nummer 28 lässt ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten, denn Kroatien wird der EU im Jahr 2013 beitreten. Weiterhin haben die Türkei, Island, Montenegro und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien den Status als Bewerberland erreicht.
Bevor ein Bewerberland der EU beitreten kann, muss es das bestehende EU-Recht umsetzen und Standards bezüglich Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenrechte erfüllen. Zudem muss das Bewerberland über eine gesunde Marktwirtschaft verfügen. Die Anforderungen sind hoch, so dass sich die Erweiterungsverhandlungen über mehrere Jahre hinziehen können.
Die Osterweiterung ist zwar nicht die einzige Erweiterung in der Geschichte der EU, jedoch die umfangreichste. Davor verlief die EU-Erweiterung in mehreren Schritten:
1973 Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich
1981 Griechenland
1986 Portugal und Spanien
1995 Finnland, Schweden und Österreich
2004 Tschechien, Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakei
2007 Bulgarien und Rumänien