DIESE WEBSITE IST EIN ONLINE-ARCHIV DER DÄNISCHEN RATSPRÄSIDENTSCHAFT 2012 UND WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT WERDEN.

Die Zusammenarbeit der EU im Bereich Gesundheit umfasst Themen wie Gesundheitsförderung und Prävention, Bekämpfung länderübergreifender Gefahren, Zugang zu medizinischer Behandlung in anderen EU-Ländern und Regulierung von Tabakprodukten und Medikamenten.

Während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft werden einige größere Vorgänge im Bereich Gesundheit die Arbeit des Rates dominieren. Lesen Sie unten mehr über diese Vorgänge und die Gesundheitspolitik der EU.

Antimicrobial Resistance (AMR)

Antimicrobial Resistance (AMR) does not respect national borders, and the rising level of resistance due to the increased use of antibiotics in both humans and animals is a challenge for most European countries.

AMR has been dealt with by previous Presidencies and the Danish Presidency will build on the results already achieved. Major challenges still lie ahead, and Denmark considers it important to keep the issue high on the agenda in the EU.

During the Presidency there will be a focus on promoting a more rational use of antibiotics and on strengthening and improving the surveillance of the use of and resistance to antibiotics. Additionally, Denmark’s focus will be on reducing the use of antibiotics in humans and animals, including a particular decrease in the use of critically important antimicrobials (CIA’s) in animals. The headline of the initiative is “Prudent Use” which focuses on promoting a more prudent and rational use of antibiotics.  

Furthermore, the Danish Presidency of the Council in the EU will follow up on the Commission’s strategy on Antimicrobial Resistance (AMR) from November 2011 and will stay in close dialogue with the Commission regarding this subject.

Action Programme in the Field of Health

The overriding purpose of the EU Action Programme in the Field of Health (2008-2013) is to help to achieve a high level of protection for the health and safety of European citizens. The programme has three objectives:

  • To improve citizens' health security
  • To promote health, which involves reducing inequalities in this area
  • To generate and disseminate health information and knowledge

Along with the programme, funds have been allocated in the EU’s budget for the financing of projects and joint initiatives that can contribute to achieving these objectives.

The present Action Programme in the Field of Health expires on 31 December 2013. In autumn 2011 the Commission presented a proposal for a new Action Programme in the Field of Health that will be up for discussion during the Danish Presidency.

Amendment of the Directive on Tobacco

At present the Commission is preparing an amendment of the present directive on tobacco from 2001.
The directive aims to ensure a well-functioning Internal Market for tobacco products as well as to ensure a high level of health protection.

The existing directive provides a number of requirements that tobacco products on the European market have to fulfil. These requirements among others concern the determination of threshold values for tar, nicotine, and carbon monoxide, provisions on warning labels, bans on the use of terms such as “light”, “mild” and the like, as well as requirements on filing which additives are used in tobacco products.

The Commission has completed a public consultation concerning the revision of the Directive and has received more than 85,000 consultation responses.

Amendment of the Transparency Directive

In May 2011, the Commission completed a broad public consultation on the need for an amendment of the Transparency Directive.

The Transparency Directive aims to ensure transparency in the measures that Member States establish for the purpose of controlling prices of and limit public reimbursement for medical products.

The public consultation was initiated because the market for medical products and the Member States’ provisions on control and limitation of the expenses for medicinal products have changed significantly since the Directive was originally launched in the 1980s. Therefore, the Commission wished to explore the need for an amendment of the directive. The consultation was among others directed towards a possible expansion of the scope of the Directive.

The Health Threats Package

The opening negotiations of the Commission’s proposal for a Health Threats Package will take place during the Danish Presidency of the Council of the EU.

The Purpose of the proposal is to achieve a cross-sectorial approach to health threats in order to link initiatives in the health sector to already existing EU policies in other areas. The proposal is thus to ensure better coordination of crisis responses and crisis handling of major cross-border health threats.

Die EU-Gesundheitspolitik

Die Zusammenarbeit der EU im Bereich Gesundheit umfasst Themen wie die Gesundheitsförderung und Prävention, die Bekämpfung länderübergreifender Gesundheitsgefahren, den Zugang von Patienten zu medizinischer Behandlung in anderen EU-Ländern und die Regulierung von Tabakprodukten, Medikamenten und medizinischen Geräten im Binnenmarkt.

Die EU hat den Auftrag, die Initiativen der Mitgliedstaaten in Bereich Gesundheit zu ergänzen, um Menschen vor Gesundheitsgefahren und Krankheiten zu schützen, gesunde Lebensweisen zu fördern und nationalen Behörden in der EU bei der Zusammenarbeit zu Gesundheitsthemen zu unterstützen. Dies ist vor allem in Bezug auf wesentliche länderübergreifende Gesundheitsgefahren relevant.

Die Gesundheit der Europäer wird nicht allein durch die Politik im Bereich Gesundheit beeinflusst, sondern auch unter anderem durch die Politik in den Bereichen Umwelt, Lebensmittel und Beschäftigung. Das gilt beispielsweise für Obergrenzen für Pestizidrückstände in Agrarprodukten und das Schulobstprogramm der EU für alle Grundschüler. Deshalb wurde im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union festgeschrieben, dass die Gesundheit in der Festlegung und Umsetzung aller EU-Strategien berücksichtigt werden muss.

Die Rolle der EU bei grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren

Die Initiativen der EU im Bereich Gesundheit sollen die nationale Politik ergänzen, wo dies zur Prävention weit verbreiteter Krankheiten und anderen Krankheiten beim Menschen sowie zum Umgang mit Problemen, die eine Gefahr für die körperliche und psychische Gesundheit darstellen, beitragen kann. Die Initiativen sollten die Bekämpfung wesentlicher Gesundheitsgefahren und die Kontrolle wesentlicher grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren, die Warnung vor Gefahren und deren Bekämpfung umfassen.

Die Kommission hat deshalb einen Vorschlag für ein 'Gesundheitssicherheitspaket' vorgelegt, das langfristige Lösungen für die Gesundheitssicherheit in der EU entwickeln soll. Der Vorschlag für ein 'Gesundheitssicherheitspaket' soll eine bessere Koordinierung der Krisenbewältigung und des Krisenmanagement bei schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren sicherstellen.

Die EU verfügt immer dann über Gesetzgebungsgewalt, wenn eine gemeinsame Sicherheitsaufgabe gelöst werden muss. Das bedeutet unter anderem, dass EU-Mitgliedstaaten gemeinsame Initiativen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit verabschieden können, beispielsweise im Hinblick auf Tabak- und Alkoholmissbrauch. Die EU spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung hoher Standards für medizinische Geräte und Arzneimittel und die Durchführung klinischer Studien zu Humanarzneimitteln. Die EU sammelt und verbreitet außerdem Informationen zu bewährten Verfahrensweisen, die für die Mitgliedstaaten nützlich sein können, ebenso wie die EU lokale und regionale Gesundheitsprojekte und -kampagnen unterstützt.

Die EU-Gesundheitsstrategie

2007 führte die EU eine neue Strategie für das Gesundheitswesen ein, "Gemeinsam für die Gesundheit: Ein strategischer Ansatz der EU für 2008-2013", der weit verbreitete Herausforderungen für das Gesundheitswesen wie eine alternde Gesellschaft, grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren und mit der Lebensweise zusammenhängende Krankheiten angehen sollte. Die Gesundheitsstrategie der EU umfasst vier Hauptprinzipien:

  1. Gemeinsame Gesundheitswertvorstellungen
  2. Gesundheit ist das höchste Gut
  3. Gesundheit in allen Politikbereichen
  4. Mehr Mitsprache der EU in der globalen Gesundheitspolitik

Die Strategie basiert auf drei strategischen Zielen:

  1. Förderung der Gesundheit in einem alternden Europa
  2. Schutz der Bürger vor Gesundheitsgefahren
  3. Förderung dynamischer Gesundheitssysteme und neuer Technologien

Die EU hat ein Gesundheitsprogramm entwickelt, welches das wichtigste Werkzeug zur Umsetzung der Ziele der Gesundheitsstrategie darstellt. Im Rahmen des Programms stehen 321,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2013 zur Verfügung.

Da das Gesundheitsprogramm 2013 ausläuft, steht die Zukunft der Strategie und des Programms während der dänischen Ratspräsidentschaft auf der Tagesordnung des Rates.