DIESE WEBSITE IST EIN ONLINE-ARCHIV DER DÄNISCHEN RATSPRÄSIDENTSCHAFT 2012 UND WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT WERDEN.

EU-Zusammenarbeit im Jugendbereich

Ziel der EU-Jugendpolitik ist die aktive Teilnahme junger Menschen am demokratischen Leben Europas. Jugendliche müssen zu Themen, die für sie relevant sind, angehört werden. Deshalb fördert die EU länderübergreifende freiwillige Jugendarbeit.

Während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft wird ein größerer Vorgang im Bereich Jugend die Arbeit des Rates dominieren. Lesen Sie unten mehr über diesen Vorgang und die Jugendpolitik der EU.

Das EU-Rahmenprogramm für Bildung und Jugend

Im Rahmen des künftigen EU-Haushalts 2014-2020 wird ein neues Programm für Bildung, Ausbildung und Jugend verabschiedet. Zu den aktuellen Programmen, die Ende 2013 auslaufen, gehören das Programm für lebenslanges Lernen und Jugend in Aktion.

Diese Programme unterstützen unter anderem individuelle Lernmobilität und die transnationale Jugendzusammenarbeit zugunsten von Studenten, Bildungseinrichtungen und Jugendfreiwilligenorganisationen.

Die dänische Ratspräsidentschaft strebt an, ein Teilabkommen der Mitgliedstaaten über den Entwurf eines neuen Programms zu erreichen. Die endgültige Version des Programms und der Finanzierung wird jedoch nicht vor 2013 und der Verabschiedung des allgemeinen Haushaltsrahmens feststehen.

Der Rahmen für die europäische Zusammenarbeit im Bereich der Jugendpolitik im Zeitraum von 2010 bis 2018 wurde von den EU-Ministern für Jugendfragen im November 2009 verabschiedet.

Bis 2018 wird die Europäische Union zwei Arten von Initiativen im Rahmen des EU-Jugendprogramms „Jugend in Aktion“ initiieren und fördern:

  • Initiativen, die sich speziell auf junge Menschen in Bereichen wie nichtformales Lernen, Partizipation und Freiwilligenarbeit, Arbeit für junge Menschen und Informationen richten.
  • Initiativen in den folgenden acht Bereich:

1. Bildung
2. Beschäftigung und Unternehmertum
3. Gesundheit und Wohlbefinden
4. Partizipation
5. Freiwilligenarbeit
6. Soziale Eingliederung
7. Kreativität und Kultur
8. Jugend in der Welt

Darüber hinaus wurde ein systematischerer und strukturierterer Dialog mit jungen Menschen und ihren Organisationen im Hinblick auf die Umsetzungsbemühungen in den verschiedenen Politikbereichen eingeführt, z. B. in Form von Initiativen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa.

Dialog mit jungen Europäern

Es ist wichtig, jungen Menschen zunächst erst einmal zuzuhören, bevor für sie bedeutsame Entscheidungen getroffen werden. So hat die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit in den europäischen Ländern es erforderlich gemacht, neue Möglichkeiten zu finden, um Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen. Der beste Weg, um dies zu bewerkstelligen, besteht in einem engen Dialog mit jungen Menschen und ihren Organisationen. Der Jugendaktionsplan der dänischen Regierung, das sogenannte „Ungepakke“, ist ein gutes Beispiel einer einzelstaatlichen Initiative. Beim Jugendaktionsplan handelt es sich um eine interministerielle Initiative mit dem Ziel, junge Menschen in Bildung und Arbeit zu bringen. Eine weitere Möglichkeit für einen intensiveren Dialog mit jungen Menschen auf europäischer Ebene ist die Formulierung von Konsultationsfragen in einer klaren Sprache. Zudem sollten soziale Medien genutzt werden, wenn dadurch der Dialog mit jungen Europäern erleichtert wird.

Arbeitsweise

Die Arbeit zur Förderung eines Dialogs mit jungen Europäern wird von einem europäischen Lenkungsausschuss koordiniert. Auf nationaler Ebene wird diese Aufgabe von verschiedenen Ausschüssen in den Mitgliedstaaten übernommen. In Dänemark ist der Dansk Ungdoms Fællesråd (DUF), der Dachverband dänischer Jugendverbände, Vorsitzender und Sekretariat einer Gruppe aus zehn Mitgliedern.