DIESE WEBSITE IST EIN ONLINE-ARCHIV DER DÄNISCHEN RATSPRÄSIDENTSCHAFT 2012 UND WIRD NICHT MEHR AKTUALISIERT WERDEN.

EU-Entwicklungspolitik

Die EU ist der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe und stellt mehr als die Hälfte der weltweiten Hilfsgelder. Hauptziel der gemeinsamen Entwicklungspolitik der EU ist die nachhaltige wirtschaftlich-soziale Entwicklung in Entwicklungsländern und die Bekämpfung der Armut.

Foto: EC/ECHO/Simon Horner

Während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft werden einige größere Vorgänge im Bereich Entwicklung die Arbeit des Rates dominieren. Lesen Sie unten mehr über diese Vorgänge und die Entwicklungspolitik der EU.

Revision of European Development Policy

The European Union is the most generous donor of official development aid worldwide. In 2010, the EU and Member States provided EUR 53.8 billion - more than 50 per cent of global aid.

During the Danish Presidency, EU development policy is to be revised in order to meet the challenges the world faces today. Many people have been freed from poverty. Indeed, several countries that were previously characterised as developing countries are now themselves donors of development assistance.

The Council is to decide how to focus development cooperation to where the need is greatest. It will focus on how to make EU development cooperation more effective and adapted to the situation in partner countries, and on how cooperation between the EU and Member States can be strengthened.

Development cooperation funding

During the Danish Presidency, the European Parliament and the Council are to negotiate the EU development budget and how to spend funds. Development cooperation funding is mainly from the Development Cooperation Instrument (DCI), which distributes an average of approximately EUR 18 billion annually through a series of thematic and geographical development programmes.

The overall objective of the DCI is poverty reduction. The principles of the revised EU Development Policy are to be reflected in the DCI and the Council and the European Parliament will decide on the design of the DCI programmes and budget size for the period 2014-2020.

European Development Fund

The European Development Fund (EDF) has an average of EUR 3.78 billion annually available, and funds are given both as assistance and as loans to the private sector through the European Investment Bank. The money goes mainly to economic development, social and human development and regional cooperation in a number of African, Caribbean and Pacific countries (ACP).

The cooperation between EU Member States and the ACP countries is laid down in the Cotonou Agreement. Negotiations on a new EDF budget will take place among the Member States since the EDF is not part of the EU budget and Parliament, therefore, is not a co-legislator.

Budget Support

The European Commission provides approximately 25 per cent of its development aid as budget support. Budget support is a form of development cooperation, which directly supports developing countries’ national budgets, thus supporting a country's overall development plan. There is a close dialogue with the country on budget revenue and expenditure, achievements and reforms.

Studies show that budget support is an effective form of assistance since it ensures ownership and strengthens country systems. During the Danish Presidency, the Council is to decide on the future use of budget support: what criteria should apply, how to ensure transparency and control of funds, and how the Commission and EU Member States can coordinate their use of budget support.

The European Voluntary Aid Corps

The proposal for a European voluntary humanitarian aid corps is to be discussed by the Council and European Parliament during the Danish Presidency. The purpose is to provide Europeans volunteers with the opportunity to help with humanitarian work outside the EU.

Working as a volunteer may include involvement in the prevention of humanitarian crises, assistance in protracted humanitarian crises and climate adaptation. However, young volunteers will not be sent to complex crises.

The corps is to provide a common framework for recruitment, training and deployment of volunteers, building on experience gathered from pilot projects launched by the Commission in cooperation with humanitarian organisations.

Policy Coherence for Development

A wide range of policy areas may have - negative as well as positive - consequences for development cooperation. This applies to policies for instance in trade, migration, defence, agriculture, climate or the environment.

During the Danish Presidency, the Commission will launch a report on policy coherence for development, which is to be discussed in the Council in order to continue efforts to ensure coherence between EU policies for the benefit of the world's poorest people.

Die EU ist der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe und stellt über die Hälfte der weltweiten Hilfsgelder über die Gemeinschaft selbst und die eigenen Beiträge der Mitgliedstaaten zur Verfügung. Insgesamt trugen die EU-Mitgliedstaaten 2010 mit etwa 53,8 Milliarden Euro zur Entwicklungshilfe bei.
Die EU-Mitgliedstaten haben sich dazu verpflichtet, ihre Positionen in der UN und in internationalen Finanzinstitutionen zu koordinieren, so dass Europa mit „einer Stimme“ sprechen und damit größeren Einfluss erlangen kann.

Rahmen für Entwicklungszusammenarbeit in der EU

Während der Vertrag von Lissabon den Rechtsrahmen für die Entwicklungszusammenarbeit bildet, nennt der 2005 von den EU-Mitgliedstaaten unterzeichnete Europäische Konsens für die Entwicklung Ziele, Prinzipien und Verpflichtungen, nach denen sich die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten in ihren Aktivitäten richten.
Die EU hat sich zur Verwirklichung der Millennium-Entwicklungsziele verpflichtet, die eine Halbierung von Armut und Hunger bis 2015 anstreben. Eine Eindämmung der Armut wird dabei helfen, anderen Herausforderungen wie HIV/AIDS, Konflikte, Migration und nachhaltige Entwicklung zu begegnen.
Europas demokratische Werte wie die Wahrung der Menschenrechte, demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, Gleichstellung der Geschlechter und verantwortungsvolle Staatsführung bilden das Herzstück der Entwicklungsbemühungen der Europäischen Union. Die Europäische Union ist bestrebt, ihre öffentliche Entwicklungshilfe bis 2015 auf das UN-Ziel von 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erhöhen.
Die Entwicklungshilfe der EU richtet sich nach den nationalen Prioritäten und Strategien der Empfängerländer. Das liegt darin begründet, dass die EU anerkennt, dass Entwicklungsländern die hauptsächliche Verantwortung für ihre eigene Entwicklung zukommt.
Die EU unterstützt Entwicklungsprogramme und -aktionen weltweit insbesondere über den Europäischen Entwicklungsfonds, das Finanzierungsinstrument für die Entwicklungszusammenarbeit und die Europäische Investitionsbank.

Abkommen von Cotonou

Das Abkommen von Cotonou zwischen der EU und den Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean aus dem Jahr 2000 ist das umfangreichste Abkommen, das zwischen der EU und Entwicklungsländern geschlossen wurde. Es bildet den Rahmen für einen einheitlichen Ansatz, der sich auf kohärente Art und Weise mit Entwicklung, Handel, der Umwelt und anderen Bereichen befasst und so der Entwicklung der AKP-Staaten zugutekommt.

Der Vertrag von Lissabon stärkt die EU-Entwicklungszusammenarbeit

Der Vertrag von Lissabon hat die Entwicklungszusammenarbeit gestärkt und den Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) geschaffen. Das Ziel besteht hier darin, die europäische Leistungsfähigkeit zu erhöhen und eine einzigartige Möglichkeit zur Verwendung von Entwicklungs-, Sicherheits- und Diplomatieinstrumenten zu nutzen, um eine zielgerichtetere und effizientere Entwicklungspolitik zu erreichen.
Der Rat fasst Beschlüsse zur Entwicklungspolitik mit qualifizierter Mehrheit und im Mitentscheidungsverfahren mit dem Europäischen Parlament gemäß dem ordentlichen Gesetzgebungsverfahren. Andere Beschlüsse, wie gemeinsame Erklärungen, bedürfen der Einstimmigkeit.