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Europa nimmt grünen Kurs auf 2020

08-06-2012 12:00:00

Die Arbeit für eine grüne Umstellung Europas ist eine wichtige Priorität für Umweltministerin Ida Auken während der dänischen EU-Ratspräsidentschaft.

Foto: Rat der Europäischen Union
Minister for the Environment Ida Auken

Am Montag, dem 11. Juni treffen sich Europas Umwelt- und Klimaminister zu wichtigen Verhandlungen. Die Minister sollen sich darauf einigen, in einem neuen 7. Umwelthandlungsprogramm die Grundsteine für eine ambitiöse Umweltpolitik und die Umstellung auf eine grüne Ökonomie bis 2020 in Europa zu legen.

Im nächsten Monat läuft das 6. Umwelthandlungsprogramm aus und deshalb war und ist es eine oberste Priorität für die dänische Umweltministerin Ida Auken, dass sich während der dänischen Ratspräsidentschaft die Arbeit in Richtung einer grünen Umstellung in Europa orientiert.

"Europa ist schwer von der Finanzkrise betroffen, deren Lösung aber nicht darin besteht, die Umweltagenda mit der Entschuldigung vom Tisch zu nehmen, dass eine reinere Umwelt mehr Geld kostet. Eine grüne Umstellung in Europa ist ja gerade die Antwort darauf, wie wir aus der Wirtschaftskrise herauskommen," sagt Umweltministerin Ida Auken.

Ida Auken hofft, dass die Ratsversammlung einige ambitiöse Ratskonklusionen über das 7. Umwelthandlungsprogramm beschließen wird, die auf 2020 zu eine starke politische Richtung auf dem Umweltgebiet darstellt und gleichzeitig konstruktiv mit der EU 2020-Strategie der Staats- und Regierungschefs zusammenspielt.

Die Kommission hat nach längerem Druck von Seiten des Rates mitgeteilt, dass im Herbst 2012 ein Vorschlag zu einem 7. Umwelthandlungsprogramm gestellt wird.

Außerdem werden die Minister Ratskonklusionen über das Mandat für das 11. Treffen der Biodiversitätskommission (CBD) beschließen, das im Oktober in Hyderabad in Indien stattfindet.
Das Mandat soll es der EU ermöglichen, sich konstruktiv mit den Entwicklungsländern darüber auszutauschen, wie sich Mittel beschaffen lassen, um die Artenvielfalt zu beschützen.

Die Minister werden auch zentrale Themen des Kommissionsvorschlags zu neuen Rechnungslegungsvorschriften für die Emission von Treibhausgasen von  Forst und Land in der EU diskutieren. Im Augenblick gibt es keine Rechnungslegungsvorschriften für die EU für die Zeit nach 2012.

"Dies sind wichtige erste Schritte, um umweltfreundliches Verhalten im forst- und landwirtschaftlichen Sektor zu stärken. Auf diese Weise ermutigen wir alle Sektoren der EU, zum Kampf gegen die Klimaveränderungen beizutragen“, sagt der dänische Minister für Klima, Energie und Bau Martin Lidegaard. 

Während des Mittagessens werden die Minister eine informelle Diskussion über die Klimafinanzierung führen. Die Frage der Klimafinanzierung für die Entwicklungsländer nach 2012 wird ein wichtiges Thema sowohl auf dem COP 18-Klimagipfel im November in Doha, als auch generell, um die übergeordneten Klimaprioritäten der EU zu sichern, wobei die Finanzierung relativ billiger CO-2 Reduktionen in den Entwicklungsländern zu den weltweiten Bemühungen gegen die Klimaveränderungen beitragen kann.

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